Am 9. Oktober 1920 marschierten türkische Soldaten unter der Führung des obersten Staatsführers Mustafa Kemal Atatürk in die Grenzen von Izmir ein. Dieses Ereignis leitete den Unabhängigkeitsprozess für Istanbul ein. Mit dem am 11. Oktober unterzeichneten Mudanya-Abkommen wurde vereinbart, dass die Invasionstruppen Thrakien schrittweise verlassen würden. Die Große Türkische Nationalversammlung, die in Ankara zusammentrat, erklärte am 1. November 1922 die Abschaffung der osmanischen Dynastie. Obwohl Istanbul bis Oktober 1923 die gesetzliche Hauptstadt blieb, war es daher nicht mehr die eigentliche Hauptstadt. Am 16. November verließ Sultan Wahdettin Istanbul.
Am 4. November 1923 war Istanbul völlig frei von Invasionstruppen. Damit wurde die zweite Invasion Istanbuls durch Europäer nach der lateinischen Invasion von 1204 beendet.